Geheimakte CSI – Der Manchurian Kandidat

Nach einer Wahlkampfveranstaltung im Ambassador Hotel in Los Angeles in der Nacht vom 4. Juni zum 5. Juni 1968, bei der Robert F. Kennedy einen Vorwahlsieg für die Präsidentschaftskandidatur der Demokratischen Partei errang, verließ Kennedy nach einer Abschlussrede das Gebäude durch die Küchenräume des Hotels. Hier wartete Sirhan B. Sirhan mit einer .22-kalibrigen achtschüssigen Pistole. Aus etwa zwei Metern Abstand feuerte Sirhan auf Kennedy und dessen Begleiter. Drei Kugeln trafen Robert Kennedy und streckten ihn sofort zu Boden; ein weiteres Geschoss streifte ihn und verwundete den Wahlkampfhelfer Paul Schrade. Die restliche Munition feuerte Sirhan auf weitere Mitarbeiter Kennedys. Robert Kennedy erlag 26 Stunden nach dem Attentat im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Indizien und Verschwörungstheorien:
Bis heute kursieren mehrere Verschwörungstheorien um das Attentat an Robert Kennedy in den Medien. Sie betreffen sowohl die Motive der Tat als auch die unmittelbaren Tatumstände. Letztere werden vor allem durch die vom damals untersuchenden amtlichen Leichenbeschauer im LA County, Dr. Thomas Noguchi, bestätigte Tatsache genährt, dass Kennedy nur Schusswunden auf der Rückseite seines Körpers aufwies[1]. Sirhan wurde jedoch nach Aussage aller Zeugen direkt vor Kennedy schießend gesehen. Dies ließ schon von Anfang an Vermutungen über einen zweiten, von hinten feuernden Schützen entstehen. Der kurzfristig zum Schutz Kennedys angeheuerte Wachmann Thane Eugene Cesar, ein Gegner der Kennedys, dessen Waffe nach dem Attentat nicht sichergestellt und untersucht wurde, wird dabei als möglicher Täter verdächtigt, weil er hinter Kennedy stand, als Sirhan – vielleicht ohne zu treffen – schoss.In Sirhans Hotelzimmer wurde ein Tagebuch gefunden, in dem der Satz „RFK must die” in ungewöhnlich repetitiver Weise wieder und wieder notiert war – womöglich im Zusammenhang dessen, dass Kennedy sich wenige Tage zuvor außenpolitisch auf die Seite Israels gestellt hatte. Sirhan wurde in seinem Prozess zunächst als „geistesgestörter, religiöser Fanatiker” skizziert. Er selbst leugnete, die Tat begangen zu haben, da er sich angeblich an nichts erinnern konnte. Er sagte vor Gericht aus, dass er erst wenige Minuten nach dem Attentat, bei seiner Festnahme, wieder zu Bewusstsein gekommen sei. Andere Spekulationen besagen, Sirhan sei von der Mafia als Auftragskiller engagiert worden, da Robert Kennedy als Justizminister unbequem für die Unterwelt geworden war.Einige Fakten lassen auch den Verdacht auf Vertuschungsversuche seitens der Polizeibehörde von Los Angeles zu. Verschwörungstheoretiker betrachten Sirhan als Bauernopfer, da in einer Untersuchungskommission Mitte der 1970er Jahre anhand ballistischer Untersuchungen unterschiedliche Projektile auftauchten und so auf eine zweite Schusswaffe – also einen zweiten Täter und damit eine Verschwörung – schließen lassen.

Sirhan, der vor Gericht noch für sich selbst die Todesstrafe beantragt hatte, behauptet heute, unter Hypnose gestanden zu haben, so dass sein Verstand und die Hemmschwelle, einen Mordanschlag zu begehen sowie jegliches Erinnerungsvermögen komplett “gelöscht” worden seien.

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